Unternehmen

Alles eine Frage der Konzentration

GRUSSWORT DER GESCHÄFTSLEITUNG

 

Willfried Zill, Geschäftsführer

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen, „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.“ Ich stelle diesen Gedanken von Antoine de Saint- Exupery an den Anfang dieses Grußwortes, weil er sehr treffend wiedergibt, welche Hoffnungen ich mit dem Richtfest für unsere neue, bestens ausgestattete Produktionshalle verbinde.

 

Übertragen auf die Situation der novatic heißt das: Wir können die Entwicklung der Märkte und den Bedarf unserer Kunden nicht voraussagen – aber wir wollen uns bestmöglich für künftige Herausforderungen wappnen. Mit dem Neubau investieren wir in die Zukunft. Wir schaffen eine Infrastruktur, die ideale Voraussetzungen für eine weitere positive Entwicklung bietet. Das heutige Richtfest ist ein Meilenstein auf diesem Weg.

Der Korrosionsschutz – eines der Hauptgeschäftsfelder der novatic – dient dem Bewahren von Werten: Anlagen, Bauteile und Trägerkonstruktionen erhalten eine Beschichtung, die Investitionssicherheit und Zukunftsfähigkeit gewährleistet.

Ob Dresdner Hauptbahnhof, das neue Verwaltungsgebäude von adidas, das Opernhaus Nürnberg oder Teile der Neuen Messe in Frankfurt: Bei all diesen ambitionierten Projekten setzten die Bauherren auf unsere Produkte. Das macht uns stolz und spornt dazu an, nicht nachzulassen – und das würde auch nicht zu unserem Unternehmen passen. Die novatic hat sich nie mit dem einmal Erreichten zufriedengegeben, weder im Hinblick auf ihre Produktpolitik noch im Hinblick auf Marktanteile. In dieser Hinsicht halten wir uns an das Motto: Wer aufhört besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein. Ohne die konsequente Fokussierung auf Qualität und Innovation würden wir heute nicht hier stehen. 80 Produkte und 1.400 Farbtöne – Vielfalt und Breite des Produktportfolios von novatic sind beeindruckend.

Doch quantitative Aspekte allein haben wenig Aussagekraft. Der gute Ruf, den sich das Unternehmen im In- und Ausland erarbeitet hat, verdankt sich hauptsächlich der Qualität der Produkte – und der Fähigkeit, sich trotz des Trends zur Diversifizierung immer auf das Wesentliche zu konzentrieren: die eigenen Kernkompetenzen.

 

Die Dresdner Lackfabrik novatic ist heute auf drei Geschäftsfeldern aktiv: Korrosionsschutz, Beschichtungen für Schienenfahrzeuge und – am Standort Halle – Produkte für den Groß und Einzelhandel.

Im Bereich Korrosionsschutz zählt die novatic zu den Marktführern in Deutschland. Inzwischen sind mehrere Millionen Quadratkilometer von Stahlbauwerken und Stahlkonstruktionen mit novatic-Produkten langfristig vor Korrosion geschützt, aber auch Tankanlagen, Chemieanlagen, Raffinerien und Kohlekraftwerke setzen auf unsere Beschichtungssysteme. Zu den langjährigen Kunden zählen namhafte Konzerne wie BASF, BAYER, RWE und die Deutsche Bahn. Der Anwendungsbereich erstreckt sich vom leichten bis zum schweren Korrosionsschutz. novatic liefert hochwertige VOC-gerechte Schutzsysteme, die den Anforderungen der DIN ISO EN 12944 bis zur Korrosionsschutzklasse C5-M high entsprechen. Wir bieten also auch Lösungen für Industriezweige, bei denen die Oberflächen teilweise extrem aggressiven Substanzen standhalten müssen – beispielsweise in der Kali-Salz-Industrie oder in Verzinkungsanlagen.

Die hauseigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung wartet regelmäßig mit Produktneuerungen auf, die bezüglich Qualität und Nachhaltigkeit neue Standards in der Branche setzen. Ein besonderes Highlight unter den in der eigenen F&E-Abteilung entwickelten Produkten ist ein lösungsmittelfreier Beschichtungsstoff auf Epoxidharzbasis, den Kunden sowohl als Hochleistungsgrundierung wie auch als Einschichter nutzen und schätzen. Anwendung findet er unter anderem für den Schutz von Chemieanlagen oder Hallenkonstruktionen aus Stahl.

In diese Richtung zielt auch die Entwicklung lösungsmittelarmer bzw. -freier Polyurethan- Deckfarben. Ziel der Dresdner Lackfabrik ist es, in absehbarer Zeit ein völlig lösemittelfreies Beschichtungssystem zu entwickeln, das höchsten Beanspruchungen standhält. Dabei arbeitet die novatic eng mit dem Institut für Korrosionsschutz Dresden, dem Institut für Lacke und Farben in Magdeburg und verschiedenen Rohstoffherstellern zusammen.

In den vergangenen Jahren konnte sich die novatic mit ihren Korrosionsschutzmitteln auch in einer der wichtigsten Zukunftsbranchen etablieren: den erneuerbaren Energien. So setzt beispielsweise der größte deutsche Hersteller von Windkraftanlagen, die Enercon GmbH, beim Bau ihrer Beton-Windkrafttürme exklusiv auf Beschichtungssysteme von novatic. Weitere Schutzsysteme für diesen Bereich (z. B. für Rotorblätter) werden momentan entwickelt.

 

Im Geschäftsbereich Beschichtungen für Schienenfahrzeuge hat sich die novatic schon früh der Wasserlacktechnologie verschrieben – dieses Verfahren bietet die Möglichkeit, Objekte adäquat zu schützen ohne die Umwelt unnötig zu belasten. Die Umstellung von lösemittelhaltigen auf wasserverdünnbare Lacke trägt dazu bei, die Emission von Lösungsmitteln deutlich zu verringern – ein Vorhaben, das einem nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen wie der novatic sehr am Herzen liegt. Gleichzeitig kommt das Unternehmen damit der steigenden Marktnachfrage nach ökologisch verträglichen Lacksystemen nach.

 

Die novatic entwickelt und produziert wasserverdünnbare Lacksysteme für die Serienlackierung in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten. Der Schwerpunkt liegt momentan auf hochwertigen Reisewagenlackierungen. Vor allem im Ausland gefragt sind robuste Innen- und Außenbeschichtungen von Schüttgutwagen und Tankwagen.

 

Mit der Übernahme einer Speziallackfabrik in Halle im Jahr 2007 eröffnete sich die novatic ein drittes Geschäftsfeld. Unter dem Label „Do it yourself“ werden in Halle Produkte für den Groß- und Einzelhandel produziert, darunter Dispersionsfarben, Holzschutz, Bodenbeschichtungen und verschiedene Speziallacke.